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Veröffentlicht am 25.10.2014 von Sabine Müller

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Chicago Blues erwacht zu neuem Leben

Nicht nur Kim Wilson, sondern auch Mud Morganfield sind im Bereich der Blues-Szene bekannt und begehrt. Beide Künstler haben zuletzt ihre Alben beim Label Severn Records veröffentlicht und bekannt gemacht. Da schien es auch für die Produzenten offensichtlich, dass diese Musiker sich zusammensetzen und über eine gemeinsame Musikzukunft reden.

For Pops – Tribute to Muddy Waters

Doch beim Reden blieb es letztendlich nicht: Der Harpspieler und ebenso Muddy Waters ältester Sohn gingen also gemeinsam ins Studio und vereinten ihr Talent – heraus kam ein besonderes Album, dass zu Herzen geht. Mit dem wundervollen Albumtitel „For Pops – Tribute to Muddy Waters“ entstand ein fantastisches Werk, welches nicht nur Blues-Anhänger schwärmen lassen dürfte. Die Klänge erinnern stark an den alten Sound des Chicago Blues – warm, chillig und gleichzeitig rassig und schwermütig. Gleichwohl ist die Platte nicht mit anderen Blues-Trägern zu vergleichen, denn obwohl altbewährte Songs aus dem Repertoire der Legende bewusst ausgewählt wurden, so finden sich auch unbekannte Lieder wieder.

Neben Kim Wilson und Mud Morganfield brillieren indes auch die Gitarristen Billy Flynn und Rusty Zinn, Steve Gomes und Robb Stupka, die mit Drums, Bass und Gitarre ihr Können unter Beweis stellen.

Haarscharf am Original vorbei

Natürlich soll dieses Tribute-Album ein Ehrenwerk darstellen – dennoch war den Künstlern klar, dass es sich bei diesem künstlerischen Highlight keineswegs um eine Kopie handeln soll. Aus diesem Grund ist der Rhythmus oftmals verändert worden, sodass der Klang zwar klassisch blieb, jedoch im Grundkern um frisiert wurde. Mit insgesamt 13 Tracks ist die Klangfarbe des guten alten Blues immer wieder erkennbar, doch die Akzente sind verwandelt worden. Die Stimme Mud Morganfields ist markant und passt sich den Melodien immer wieder treffend an – kein Wunder, hat er das unverkennbare Talent seines Vaters geerbt.

Wer sich dieses Album anhört, der wird fortan von Blues nicht mehr die Finger lassen können – denn eines ist offensichtlich: Blues ist nicht in oder out, sondern ganz offensichtlich eine Lebenseinstellung!

 

Bildquelle: Kevin Dooley flickr.com

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